• SC zieht zweite Mannschaft zurück

    Allgemein • 02. September • Neuanfang in der Saison 2017/18

    Es war keine leichte Entscheidung, aber im Endeffekt blieb keine andere Wahl: Der SC zieht seine 2. Mannschaft vom Spielbetrieb der Kreisliga A Arnsberg zurück und tritt bereits am Sonntag beim FC BW Gierskämpen nicht mehr an. Grund sind der große Personalmangel und mangelnde Einstellung einiger Spieler. „Wir haben zuletzt mit vier bis fünf Spielern trainiert, die anderen sind einfach nicht gekommen“, sagt Trainer Holger Engelmann, der zu Beginn der Saison mit viel Engagement das Traineramt gemeinsam mit seinem Co. Mehmet Kurt übernommen hat. „Wir fühlen uns im Stich gelassen. Unter diesen Umständen ging es einfach nicht weiter.“

    Genauso sieht es auch der SC-Vorstand: „Wir müssen einfach diesen Strich ziehen, die Umstände haben uns leider dazu gezwungen“, meint SC-Vizepräsident Tua Schweineberg. „Für den Verein ist das natürlich ein Einschnitt. Aber lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende.“

    Dieser anhaltende Schrecken hatte sich in den beiden ersten Meisterschaftsspielen angedeutet. Das erste Spiel ging mit 0:1 in Beckum verloren. Da hatten vier Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft die Reserve verstärkt. Am letzten Sonntag hagelte es eine deprimierende 0:12-Schlappe gegen den SV Bachum/Bergheim. Dieses Spiel hätte noch höher verloren gehen können und glich einem Offenbarungseid. „Wir mussten befürchten, dass wir gegen noch stärkere Gegner noch höher verlieren würden, das wäre für den Verein mehr als ein Imageschaden“, meint Engelmann. „Wir können nicht in jedem Spiel den Kader mit Spielern aus der ersten Mannschaft auffüllen. Dann hätten wir vielleicht gerade elf oder zwölf Spieler. Außerdem werden sie in der ersten Mannschaft benötigt.“

    Wie geht es weiter? Die Spieler, die dem SC die Treue halten, werden weiterhin Trainingsmöglichkeiten haben. Darüber hinaus plant der SC einen Neuanfang mit der Reserve in der neuen Saison 2017/2018. „Dafür wollen wir in den kommenden Wochen und Monaten die Weichen stellen“, betont Schweineberg.


    SC will beim FC Lennestadt nachlegen

    1. Mannschaft • 01. September • Bis auf Nettesheim alle Spieler fit

    Nach dem 4:0-Sieg gegen den DSC Wanne-Eickel fährt der SC am Freitag (2. September, 19.30 Uhr) voller Selbstvertrauen nach Lennestadt, um dort - wie es Cheftrainer Alex Bruchhage ausdrückt - „nachzulegen und punktemäßig etwas mitzubringen“. Die Stimmung im Training war naturgemäß gut, die Vorbereitung lief planmäßig, die Konzentration war hoch.

    Aber: Da war ja noch was mit dem FC Lennestadt: Die Elf war die Mannschaft, die dem SC in der letzten Saison die einzige Niederlage zugefügt hat und zwar am ersten Spieltag, da verlor der SC mit 1:2. Auch im Rückspiel unmittelbar vor der Winterpause holte der FCL mit dem 0:0 im Binnerfeld einen Punkt: Also: Der SC ist gewarnt, das wissen Trainer und Mannschaft. „Lennestadt wird auf keinen Fall unterschätzt, die Mannschaft ist komplett, Florian Friederichs und Daniel Schmidt sind wieder fit, die Mannschaft ist extrem heimstark“, so Bruchhage. Er lässt sich auch nicht von den beiden letzten Niederlagen der Sauerländer täuschen, die in Wanne-Eickel (3:6) und in Herne mit 0:4 verloren haben. „Im ersten Spiel beim 1:1 gegen Brackel war Lennestadt klar die bessere Mannschaft, hatte aber Pech.“

    Personell kann der Coach aus dem Vollen schöpfen. Alle Spieler bis auf Patrick Nettesheim (Aufbau) sind fit und brennen auf ihren Einsatz. Bruchhage hat die „Qual der Wahl“, anders ausgedrückt: Er hat Alternativen, die vielleicht den Unterschied im Spiel ausmachen können. Die Devise ist klar: Der SC will das eigene Spiel durchbringen, hinten sicher stehen und vorn immer wieder „Nadelstiche“ setzen.

    Unsere Reserve spielt am Sonntag (4. September, 15 Uhr) beim FC BW Gierskämpen. Trainer Holger Engelmann hofft, dass einige Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft sein Team verstärken.


    Verbandsspruchkammer tagte eine Stunde

    1. Mannschaft • 01. September • Westfalia Rhynern zog Einspruch zurück

    Das war ein voller Erfolg auf ganzer Linie für den SC: Nach einer 60-minütigen Sitzung der Verbandsspruchkammer in Kaiserau und einer eindringlichen Belehrung zog der SV Westfalia Rhynern am Mittwoch seinen Einspruch gegen die 2:4-Pokalniederlage gegen den SC wegen Erfolgslosigkeit zurück. „Für einen Einspruch gegen die Spielwertung dieses Spiels gibt es keine rechtliche Grundlage“, sagte der Kammer-Vorsitzende Georg Schierholz vom SV Lippstadt. „Würden wir dem Einspruch stattgeben, würden wir das Recht beugen.“

    Hintergrund der Sitzung war der Protest des Oberligisten gegen die Wertung des Spiels im Binnerfeld. Rhynern hatte sich darauf berufen, dass die Partie auf Rasen angesetzt war und dort auch hätte ausgetragen werden müssen. Die Partie wurde aber auf Kunstrasen ausgetragen, da der Rasenplatz wegen eines Wildschadens nicht bespielbar war. Die Stadt Arnsberg hatte den Rasenplatz daraufhin am Morgen vor der Partie gesperrt. Der SC hatte es aber versäumt, Rhynern darüber zu informieren.

    Diesen Fehler gab Hauptgeschäftsführer Frank Wiesehöfer, der den SC vertrat, in der Spruchkammersitzung auch zu. „Wir haben einen Fehler gemacht und vergessen, Rhynern zu informieren. Es tut uns leid.“ Für diesen Fehler, eine Ordnungswidrigkeit und kein Straftatbestand, hatte der SC bereits eine Ordnungsbuße in Höhe von 40 Euro vom Pokalspielleiter erhalten und diese auch beglichen.

    Damit war, wie es auch das Gericht sah, der Fall erledigt. Für einen Einspruch gegen die Spielwertung - Rhynern peilte eine Wiederholung an - sah die Kammer keine Grundlage. Die Voraussetzungen für einen Einspruch seien in Paragraf 47 der Rechts- und Verfahrensordnung klar geregelt. Danach gibt es ausschließlich vier Gründe für ein Kippen der Spielwertung: Das Mitwirken eines nicht spielberechtigten Spielers, ein bedeutender Regelverstoß des Schiedsrichters, eine Schwächung der eigenen Mannschaft durch unvorhergesehene Umstände und das Mitwirken eines gedopten Spielers. Keiner der Gründe war in diesem Fall vorhanden. „Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass die Verhandlung zehn Minuten dauern würde“, meinte der Vorsitzende Schierholz, selbst noch aktiver Altherrenspieler und Anwalt von Beruf. „Wir haben aber den Beteiligten Raum und Zeit gegeben, um die Problematik grundsätzlich zu erörtern.“ 

    „Wir sind froh, dass das Verfahren so eindeutig für uns ausgegangen ist“, sagte Udo Borggrewe, der Sportlicher Leiter des SC und aufmerksamer Zuschauer im Saal „Dortmund“ des Sport-Centrums. „Wir waren vorher optimistisch und sind bestätigt worden. Wir freuen uns nun auf die zweite Westfalenpokal-Runde Anfang Oktober in Werdohl. Wir wollen in die dritte Runde.“


    SC ist in der Westfalenliga angekommen

    1. Mannschaft • 29. August • Triumphaler 4:0-Sieg gegen Wanne-Eickel

    Die Erleichterung war riesengroß: Endlich hat der SC auch in der Westfalenliga seine Klasse gezeigt. Nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Sinsen und Brackel gewann die Elf von Cheftrainer Alex Bruchhage das Spiel gegen den DSC Wanne-Eickel mit 4:0 (0:0) - und das nach einer grandiosen zweiten Halbzeit völlig verdient, auch wenn die hoch eingeschätzten und teilweise arrogant auftretenden Gäste zwei Gelb-Rote Karten kassierten. „Endlich sind wir belohnt worden“, freute sich Bruchhage. „Wir haben verdient gewonnen. Es war auch an der Zeit.“

    Okan Güvercin und Gigi Greco mit je zwei Toren sorgten für den zählbaren Erfolg, den sich die gesamte Mannschaft auf Grund hoher Disziplin, Einsatz und Spielstärke erarbeitet hat. Wichtig war, so Bruchhage, „dass wir lange ein 0:0 gehalten haben gegen ein Spitzenteam“. Ohne Jonas Schmidt, Thymor Schwarzenberg, Emil Mersowski und Patrick Nettesheim ließ sich der Chefcoach einiges einfallen. Mit Ballack Rengshausen und Olli Busch auf der Doppelsechs wurde die Abwehr gestärkt. „Wir mussten erst Ruhe reinbringen“, meinte er, da der Gast aus dem Revier die ersten 25 Minuten dominierte, ohne den sicheren SC-Keeper Ricardo Alves in Gefahr zu bringen. Danach emanzipierte sich der SC und explodierte in der zweiten Halbzeit, zumal Wanne enorme konditionelle Probleme offenbarte. „Wir waren da richtig gut und haben bewiesen, dass wir einen sehr guten Kader haben.“

    Für Bruchhage war nach dem Triumph klar, dass „jetzt nachgelegt werden muss“. Bereits am kommenden Freitag (2. 9.) geht es nach Lennestadt. Dass das ein schweres Spiel werden wird, ist klar. Aber auch dort soll „was mitgenommen“ werden.

    Unter die Räder kam unsere SC-Reserve. Sie verlor 0:12 (0:6) gegen den SV Bachum/Bergheim. Es war ein Tiefpunkt nach der unglücklichen Auftaktniederlage in Beckum. Trainer Holger Engelmann, der sich für den SC zerreißt: „Wir müssen eine Strategie finden, wie wir die Misere stoppen können.“


    „Wir wollen endlich punkten“

    1. Mannschaft • 25. August • SC geht selbstbewusst ins Spiel gegen Wanne-Eickel

    Illusionen gibt sich beim SC keiner hin, schon gar nicht Cheftrainer Alex Bruchhage: „Mit dem DSC Wanne-Eickel gastiert eine der Topmannschaften der Liga im Binnerfeld, ich erwarte die Elf zum Schluss unter den besten fünf Mannschaften.“ Bruchhage weiß, dass am Sonntag, dem 28. August um 15.15 Uhr, ein ganz dickes Brett auf sein Team wartet. „Wanne hat sich extrem verstärkt, vor allem die Offensive weist Top-Qualität auf.“

    Die hat die Mannschaft im letzten Spiel unterstrichen: 6:3 hieß es gegen den FC Lennestadt. Zuvor hatte Wanne in einem dramatischen Spiel beim Topfavoriten und Toprivalen Westfalia Herne nach langer Führung unglücklich mit 1:2 am Schloss Strünkede verloren. Danach ging Wannes Trainer Holger Flossbach nach eigenem Bekunden „eine Woche auf dem Zahnfleisch“, zumal er in der Pressekonferenz gegen die lautstarken Jubelarien der Westfalia-Fans („Derby-Sieg“) ankämpfen musste und teilweise resignierte. Davon hat sich Flossbach aber gut erholt und strebt „bei allem Respekt“ beim SC einen Sieg an, um endlich in der Westfalenliga eine gute Rolle zu spielen - nach dem enttäuschenden Platz neun in der letzten Saison. Vor allem will man sich von Westfalia, dem gerade nicht geliebten Stadtrivalen, nicht voll abhängen lassen.

    Für den SC geht es darum, nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Sinsen und in Brackel den Bock umzustoßen oder das eben zitierte dicke Brett mit Erfolg zu bohren. Illusionen nein, Visionen ja: „Wir wollen endlich punkten“, sagt Bruchhage. „In Brackel haben wir gut gespielt, mehr als eine Handvoll dicker Chancen erarbeitet, sie leider nicht genutzt und sind bestraft worden“. Seine Devise ist klar: „Wir gehen selbstbewusst in dieses schwere Spiel.“

    Bereits um 12.45 Uhr spielt die SC-Reserve gegen den SV Bachum/Bergheim, der sein Auftaktspiel gegen Gierskämpen verloren hat und im Binnerfeld punkten will. Das will natürlich auch SC-Coach Holger Engelmann bei seiner mit Spannung erwarteten Heimpremiere. Er hofft auf den Einsatz seines Co-Trainers und Stürmers Mehmet Kurt, der der Offensive entscheidenden Schwung verleihen soll und kann.