Staffeltag: Neheim neben Wanne ohne rote Karte

1. Mannschaft • 26. Juli

SC bleibt Reisen zur niederländischen Grenze erspart

Die Einteilung der Westfalenliga 2 mit 17 Mannschaften wurde auf dem Staffeltag in den Schloßstuben beim Meister Holzwickeder SC zwar nur am Rande behandelt, dafür aber umso deutlicher: „Neben dem Lüner SV stand auch der SC Neheim zur Disposition, in die Westfalenliga Gruppe 1 zu wechseln“, sagte Staffelleiter Alfred Link (Eslohe). „Für den SC wäre es aber unzumutbar gewesen, weite Reise bis zur holländischen Grenze oder nach Ostwestfalen auf sich zu nehmen. Lünen wollte nicht auf die Nachbarduelle gegen die Dortmunder Vereine verzichten. Die regionale Einteilung ließ es nicht zu, eine Mannschaft rauszunehmen. Daher hat die Westfalenliga jetzt 17 Teams.“ Link räumte eine schwierige Terminplanung ein, das sei aber der Preis für das Entgegenkommen.
Lob erhielt der SC Neheim für die Tatsache, dass der Club neben dem DSC Wanne-Eickel in der abgelaufenen Saison ohne rote Karte geblieben war. Insgesamt wurden 32 rote Karten gezückt, im Vorjahr waren es noch 37. 27 gelb/rote Karten (Vorjahr 27) und 912 (944) gelbe Karten mussten die Schiedsrichter verteilen. „Dieser Trend ist erfreulich und gegenüber dem Vorjahr wieder besser geworden“, meinte Link. „Auf der anderen Seite wurden aber 18 Innenraumverweise erteilt.“ Auch das Verhalten einiger Zuschauer sei anzuprangern. 
Sorgen bereit Link die abnehmenden Zuschauerzahlen. „Das hängt nicht nur mit der Bundesliga zusammen“ so Link, der seinen Besuch fürs erste Heimspiel des SC gegen den FC Lennestadt am 17. August ankündigte. „Die Vereine müssen sich was einfallen lassen. Es war ein regelrechter Zuschauereinbruch.“ Die Zahlen: 35.891 Fans kamen letzte Saison (Schnitt 150), im Vorjahr waren es noch rund 43.000.
Weitere Informationen beim Staffeltag in einem „herrlichen Ambiente“, wie Link es ausdrückte: Die Vereine erhalten je 425 Euro aus dem Schiedsrichter-Pool zurück. Diskutiert wird die Möglichkeit, ab der Saison 2019/2020 vier Auswechselspieler einsetzen zu dürfen. Der Co-Trainer darf auf der Tribüne, ausgestattet mit einem Headset, „taktische und spieltechnische Informationen“ an die Bank weitergeben. Die Trinkpause, ein aktuelles Thema, darf in der Regel nur eine Minute dauern. „Beißen“, so heißt es, ist jetzt auch offiziell verboten. Der Einwurf muss „stehend“ ausgeführt werden. Die 5. gelbe Karte kann nur noch über ein Meisterschaftsspiel abgegolten werden. 
Der SC war auf dem Staffeltag mit Udo Borggrewe, dem Sportlichen Leiter, sowie Paul Senske, dem ersten Vorsitzenden, vertreten. Gast war auch Arnsbergs Kreisvorsitzender Uli Lemmer. „Es war ein sehr informativer, anregender und für die Zukunft sehr wichtiger Staffeltag“, resümierte ein hochzufriedener Udo Borggrewe. „Wir haben in den 70 Minuten viel erfahren. Wichtig war auch der Austausch mit den anderen Vereinen. Der SC hat ein gutes Standing.“

 

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