SC verliert unglücklich 0:1 in Lünen

1. Mannschaft • 12. August • Bruchhage: Auf einmal liegt der Ball im Tor

Es war ein typisches Auftaktspiel, ja ein wildes Spiel auf einem knüppelharten und holprigen Naturrasen im Stadion Schwansbell in Lünen, das der SC unglücklich und sehr bitter mit 0:1 (0:0) verlor. „Ein solches Tor darf so nicht fallen“, sagte SC-Cheftrainer Alex Bruchhage. „Die Ecke, die zum Tor führte, war völlig unnötig. Auf einmal liegt die Ecke, sprich der Ball, im Tor.“ Das war die 84. Minute, als Noel Lahr das Leder nach der besagten Ecke und Neheimer Irritationen ins Tor schoss. „Wir hatten in der 93. Minute ebenfalls eine Ecke, da hatte Lukas Wulf, als er den Ball mit der Brust annahm, die Möglichkeit zum Ausgleich. Mit aller Kraft hat Lünen diesen verhindert. Das war der Unterschied, Kleinigkeiten haben dieses Spiel entschieden.“

Dieses Spiel war eben ein typisches Auftaktspiel, auf „keinem hohen Niveau“, wir Bruchhage weiter feststellte. „Das war auf diesem harten Untergrund auch nicht möglich. Wir haben insgesamt drei Chancen zugelassen, darunter eine Doppelchance, als zunächst Sercan Cihan auf der Linie klärte und bei der anschließenden Ecke Torhüter Justin Schröter glänzend parierte.“ Ansonsten hatte der SC das Spiel, vor allem in der zweiten Halbzeit, im Griff. „Wir haben taktisch ordentlich gespielt, Lünens Star Marcel Ramsey praktisch aus dem Spiel genommen. Auf der anderen Seite haben wir es versäumt, sauber und klar zu spielen. Aber auf dem Rasen war es sehr schwer.“

Lünens Trainer Marc Woller war nach der mäßigen Vorbereitung „superglücklich“ über den glücklichen Sieg. „Wir hatten in der ersten Halbzeit unsere Chancen, dann war es ein ausgeglichenes Spiel, ab der 65. Minute gar ein wildes Spiel. Man muss auch einmal gegen einen Supergegner Glück haben. Neheim ist ein Topteam, vor allem im Spiel nach vorn brandgefährlich. Wir hatten den SC im Pokal-Spiel gegen Sprockhövel unter die Lupe genommen.“

Bruchhage bezeichnete die Niederlage als ärgerlich. „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Samstag geht es gegen Finnentrop, den Titelkandidaten Nummer zwei - nach Lünen, der Nummer eins.“

Der eingewechselte Burak Yavuz sprach von einer „unverdienten Niederlage“. „Wenn wir unsere Konter besser ausfahren, gewinnen wir.“ Burak wird gegen Finnentrop, fehlen, bei ihm brach die alte Verletzung (Zerrung) wieder auf. Der ebenfalls eingewechselte Maurice Majewski, der aus der U19 von Holzwickede zum SC gewechselt ist, betonte: „Wir haben gut gekämpft, wir müssen den Mund abwischen und gegen Finnentrop zuschlagen.“

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