2:2: SC verschenkt Sieg in Iserlohn

1. Mannschaft • 02. Dezember

Die zwei Chancen der Gastgeber vereitelte der glänzend aufgelegte Torhüter Leon Zielonka, der den an den Rippen verletzten Justin Schröter vertrat. In dieser Phase machte der zunächst vorn sehr stake Gastgeber mit viel Tempo Druck und brachte den SC in arge Verlegenheit. Die Bruchhage-Elf befreite sich aber von dem Druck und kam durch Gianluca Greco nach Vorarbeit von Riad Xhaka zum 1:0 (33.). Danach hatte der SC weitgehend alles im Griff. „Schon zur Pause hätten wir deutlich führen können“, meinte Bruchhage weiter.

Nach dem Wechsel wurde der SC immer stärker, kassierte aber in der 55. Minute den 1:1-Ausgleich. Die Abwehr war nicht im Bilde, als Pascal Beilfuß einen Ball einfach und hoch in den Strafraum drosch, und Johannes Zottl die Indisponiertheit in der SC-Abwehr trocken ausnutzte. Es war ein reiner Zufallstreffer, der vom Adventhimmel fiel. „Iserlohn hatte in der zweiten Halbzeit keine herausgespielte Chance“, so der SC-Trainer. Der SC erholte sich aber durch sein blitzschnelles und durchdachtes Konterspiel. Patrick Nettesheim, der zuvor aus Nahdistanz an Iserlohns Keeper Daniel Dreesen gescheitert war, erzielte die 2:1-Führung (64.). Was sich danach abspielte, war kaum zu fassen. Der SC erspielte sich Torchance um Torchance, die Gelegenheiten wurden immer größer. „Einfach nur ein Tor schießen“, haderte Bruchhage in dieser Phase. Der Verzweiflung nahe waren er und die Neheimer Fans, als die größte Chance des Spiels (91.) kläglich versiebt wurde: Vier Neheimer Spieler, allein vor einem Akteur der Gastgeber und dessen Torhüter: Das erlösende 3:1 fiel nicht. Dafür kann es keine Entschuldigung geben. Dafür fiel aber der Ausgleich in der 90. (+3) Minute: Letzte Chance, Eckball für Iserlohn, Torhüter (!) Daniel Dreesen köpfte zum 2:2 ein. Das Entsetzen war groß, es war eine gefühlte Niederlage gegen ein Team, das der SC nach 25 Minuten voll im Griff hatte, auch wenn spielerisch im Willi Vieler-Stadion in Oestrich nicht alles klappte.

Unfassbar, aber auch wahr: Iserlohns Christian Hampel sprach nach dem Spiel von „einem gerechten Ergebnis“. Da waren selbst eingefleischte Iserlohner Fans anderer Meinung: „Ihr habt den Sieg verschenkt. Solche Chancen muss man aber nutzen. Wir hatten großes Glück.“

Unfassbar, aber auch wahr: Unsere Reserve verlor am Sonntag mit 6:7 (!) gegen den SuS Langscheid/Enkhausen: Bis zur 89. Minute hatte das Team der beiden Spielertrainer Andreas Treml und Dennis Hakenesch noch mit 6:5 geführt, kassierte aber noch zwei Gegentore. Am kommenden Mittwoch spielt die Reserve im ersten Spiel der Rückrunde in Müschede (19.30 Uhr).

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