„Niederlage unnötig wie ein Kropf“

1. Mannschaft • 06. Oktober

Erste Mannschaft * 6. 10. 2019 * SC verliert 0:1 in Brünninghausen

Der Stachel der Enttäuschung saß tief, der Frust nach einer völlig unnötigen Niederlage war sehr groß: Der SC verlor am Sonntag mit 0:1 (0:1) beim FC Brünninghausen und ließ zumindest einen Punkt liegen. „Diese Niederlage war unnötig wie ein Kropf“, meinte Cheftrainer Alex Bruchhage nach der Partie. „Wir hatten die bessere Spielanlage, mehr Ballbesitz sowie die größere Zahl an Torchancen, doch wir haben gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden und einen in der Defensive stabilen Gegner unser Potenzial nicht genutzt und verloren.“  

Die spielentscheidenden beiden Szenen spielten sich innerhalb von fünf Minuten ab. Rejhan Zekovic (33.) scheiterte mit einem Foulelfmeter an Brünninghausens Keeper Leon Broda. Zekovic war zuvor beim Zug aufs Tor gefoult worden, dafür hätte es auch Rot geben können. Fünf Minuten später stand es plötzlich 0:1 und keiner wusste warum. Nach einem unnötigen Freistoß, der eigentlich geklärt war, landete der Ball nach einem Kopfball wieder vor dem Neheimer Tor, „Pechvogel“ Osman Albayrak wollte klären, schoss sich dabei aber offensichtlich selber an, der Ball war im Gehäuse. „Wir waren in einigen entscheidenden Momenten nicht wach“, so Bruchhage weiter. 

Bis auf die ersten 15 Minuten, als SC-Torhüter Justin Schröter sein Team mit zwei Glanzparaden vor einem Rückstand bewahrte, beherrschte der SC, der mit Lukas Wulf, Jonas Michler und Osman Albayrak eine Dreier-Abwehrkette bildete, das Spiel. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte der Gastgeber aus dem Dortmunder Süden bis auf eine Chance in den Schlusssekunden keine Tormöglichkeit. Doch auch der SC spielte nicht zwingend genug nach vorndie letzte Entschlossenheit fehlte, obwohl das Team in der zweiten Halbzeit klar dominant war und kämpferisch alles gab. „Der letzte Ball kam nicht an“, betonte Bruchhage weiter. Pech hatten Oliver Busch, Maurice Majewski und Johannes Thiemann, die gute Chancen nicht nutzen konnten. Auch Zekovic hatte bereits in der Anfangsphase eine gute Gelegenheit, als er frei zum Schuss kam und am Dortmunder Torhüter scheiterte. Der Eindruck: Der SC hätte fünf Stunden spielen können, aber wahrscheinlich nicht getroffen. 

„Hier zu verlieren, ist bitter“, meinte SC-Hauptgeschäftsführer Uli Dohmann. Der gesperrte Burak Yavuz war fast sprachlos: „Das gibt es nicht“, meinte er.

SC-Reserve 1:4 gegen Hüsten 09 III

Auch die SC-Reserve verlor ihr Spiel in der B-Liga Arnsberg. Gegen Hüsten 09 III gab es eine bittere 1:4-Niederlage. Dominic Gabriel erzielte den Neheimer Treffer. Am letzten Donnerstag hatte das Team noch 4:3 in Voßwinkel gewonnen. Die Elf der beiden Spielertrainer Andreas Treml und Dennis Hakenesch belegt mit neun Punkten den 13. Platz.

Mittwoch Pokalkracher bei der SpVg. Hagen 11

Für die erste Mannschaft geht es am Mittwoch (9. Oktober) weiter. Dann spielt der SC in der dritten Runde des Westfalenpokals gegen die SpVg. Hagen 11. Anstoß beim bärenstarken und souveränen Landesliga-Tabellenführer ist 20 Uhr. Hagen hatte in der erste Runde Oberligist ASC Dortmund und in der zweiten Runde Westfalenligist SV Sodingen ausgeschaltet. Hagen ist unter Trainer Stefan Mroß (seit 2016 an der Volme im Job) in diesem Jahr in die Landesliga aufgestiegen und hat sich u. a. mit Gaetano Manno verstärkt. Der 37-jährige Ex-Profi kam vom Regionalligisten Wuppertaler SV und spielte vorher unter anderem beim SC Paderborn und VfL Bochum. 

Neheim - Sieger gegen die beiden Oberligisten Sprockhövel und Gütersloh - ist sich also der Schwere der Aufgabe bewusst, will aber eine große Pokal-Chance weiter nutzen. Nach ihren Sperren sind Mahmut Yavuzaslan und Burak Yavuz wieder im Kader. Am nächsten Sonntag (13. Oktober, 15.15 Uhr) erwartet der SC den FC Lennestadt im Binnerfeld. 

Unsere zweite Mannschaft tritt am Sonntag auswärts bei der Reserve von Arnsberg 09 an. Anstoß ist um 12.45 Uhr. Für die SC-Jungs geht es darum, nach der 1:4-Niederlage gegen Hüsten 09 III wieder in die Erfolgsspur zu gelangen. Arnsberg ist ein Gegner auf Augenhöhe, was auch die Punktzahl unterstreicht.

 

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