SC jubelt über Pokal-Triumph

1. Mannschaft • 10. Mai

Es war kein leichtes Spiel gegen einen starken TuS Langenholhausen. Aber: Der SC schlug eiskalt zu, als sich die Chancen ergaben. Und das zeichnet die Mannschaft aus, die sicherlich „nicht ihr bestes Spiel“ abgeliefert hat, wie es Kapitän Oliver Busch sagte. Burak Yavuz (26.) ebnete mit seinem Treffer zum 1:0 den Weg zum Pokaltriumph. Gianluca Greco mit seinen beiden Toren (37. und 62.) machte den Deckel drauf. „Wir haben insgesamt in den Pokalspielen überzeugt, waren souverän und sind verdient der Champion“, meinte Greco. „Und am Sonntag gegen YEG Hassel wollen wir auch in der Westfalenliga wieder punkten.“ Hans-Georg Schweineberg, der zweite Vorsitzende, und Uli Dohmann, der Hauptgeschäftsführer, waren sich ebenfalls einig: „Wir sind verdient Pokalsieger. Endlich haben wir den Pott. Der Kreispokal war in den letzten Jahren immer unsere Schwachstelle.“ Auch Kreisvorsitzender Ulrich Lemmer bezeichnete bei der Siegerehrung den SC „als verdienten Pokalsieger“.

Mit dem Pokaltriumph in der Freienohler Küppelkampfbahn auf herrlichem Kunstgrün hat der SC bereits den vierten Titel der Saison gewonnen: Im letzten Sommer war es der Veltins-Cup, in der Halle gewann das Team die Stadtmeisterschaft und den Wintercup der Volksbanken. „Darauf sind wir stolz“, betonte Burak Yavuz, der ebenso wie Gianluca Greco und Okan Güvercin (alle drei Spieler hatten zuletzt in Iserlohn gefehlt) wieder im Team war.

YEG Hassel: „Fußball vom Feinsten“

Nach dem Pokaltriumph geht es am Sonntag (15.15 Uhr, Binnerfeld) mit dem Heimspiel gegen YEG Hassel 1983 weiter: Die Gelsenkirchener sind eine bärenstarke Mannschaft, die in Schlagdistanz zu Wanne-Eickel und Erkenschwick auf dem vierten Tabellenplatz liegt, seit vier Spielen ungeschlagen ist und zuletzt mit dem 5:1 gegen Hordel und zuvor dem 3:0-Erfolg in Lünen eindrucksvolle Siege einfuhr. Insider bezeichnen die Gelsenkirchener als die nach Aufsteiger Holzwickede beste Mannschaft der Liga und sprechen von „Fußball vom Feinsten“.  

In der Tat: Diese Mannschaft ist technisch überragend, der Ball läuft und vor allem: Die Balance zwischen Abwehr und Angriff stimmt. 59:29, so lautet die momentane Tordifferenz. Damit weist das Team den zweitstärksten Sturm und die zweitstärkste Abwehr auf, nach Holzwickede wohlgemerkt. Ein Torjäger der besonderen Klasse ist Seyit Ersoy, der 17 Treffer auf seinem Saison-Konto hat.

Alex Bruchhage weiß also, was auf sein Team zukommt. Er kennt aber auch die Stärken seiner Mannschaft, die sich für die jüngste Niederlage in Iserlohn rehabilitieren will. „Vorn bekommen wir immer unsere Chancen“, so Bruchhage. 57 Tore sind ebenfalls eine klasse Ansage. Hinter Hassel ist das die drittbeste Torausbeute der 16 Westfalenliga-Teams. „Wir wollen die 41 Punkte aus der letzten Saison toppen. Wir haben noch drei Spiele und wollen gegen Hassel punkten.“

Sieg beim 2:2 im Hinspiel „verschenkt“

„Was haben wir für dicke Dinger liegen lassen.“ Das war der Tenor nach dem 2:2 (1:0) im Hinspiel am 5. November im Gelsenkirchener Norden. „Wir haben hier zwei Punkte regelrecht verschenkt“, meinte Bruchhage unmittelbar nach Spielschluss und schüttelte ungläubig den Kopf. „Dieses Spiel mussten wir gewinnen, dann hätten wir uns für die 3:4-Niederlage gegen Iserlohn rehabilitieren können“, meinte Sylvio Meyer. „Solche Chancen müssen einfach genutzt werden.“

In der Tat: Der SC spielte auf dem tiefen und seifigen Naturrasen überragenden, leichtfüßigen Konterfußball, wucherte aber mit dem riesigen Chancenkapital. Die Mannschaft ging durch Akhim Seber (21.) verdient in Führung und auch in die Pause. Dann schlug Hassel zu und erzielte in der 47. Minute das 1:1. Gianluca Greco brachte Neheim mit seinem damals 10. Saisontreffer (am 13. Spieltag) mit 2:1 (59.) in Führung, die Hassel in der 75. Minute mit einem Foulelfmeter zum 2:2 und damit zum Endstand ausglich. Auch danach hatte der SC noch ganz dicke Chancen, ließ sie aber ungenutzt.

SC-Reserve empfängt Langscheid/Enkhausen II

Unsere Reserve empfängt SuS Langscheid/Enkhausen II. Anstoß ist um 12.45 Uhr. Das Hinspiel war unter tumultartigen Umständen abgebrochen worden. Der SC-Vorstand hatte das Spiel aufgearbeitet, die Konsequenzen gezogen und Spieler aus dem Verein ausgeschlossen. Diese konsequente Aufarbeitung fand auch überregional Aufmerksamkeit und Anerkennung.

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