„Teilnahme am DFB-Kongresse war eine große große Ehre und ein Höhepunkt meiner Karriere“ Dohmann: DFB will die Amateurvereine stärken

Allgemein • 28. Februar

Dohmanns Fazit des Kongresses fällt positiv aus: „Deutlich wurde, dass der DFB den ernsthaften Willen hat, mehr für die Vereine vor Ort zu tun und ihnen bei den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen hilft. Der DFB will und muss die Vereine vor Ort stärken.“ Eine wichtige Strategie, so Dohmann, sei eine „deutliche Verbesserung der Kommunikations-Wege, damit Informationen und Bildungs-Angebote besser und schneller an der Basis ankommen, das heißt, bei dem, der sie braucht“. Dohmann zeigte sich sehr erfreut, dass der DFB gemeinsam mit den Verbänden eine „Bildungs- und Qualifizierungs-Offensive“ zur Stärkung der Übungsleiter und Ehrenamtler starten sowie die bisherigen Angebote forcieren will. So soll beispielsweise die Trainerausbildung weiter reformiert werden. Durch E-Learning-Programme und Ausbau bestimmer Module soll sie flexibler gestaltet werden. „Das ist eine erhebliche Erleichterung für die künftigen Trainer in den Jugendabteilungen der Amateurvereine.“

Bei der Stärkung des Ehrenamtes hoffe der DFB vor allem auch auf die Unterstützung der Bundespolitik. „Der Appell an die Politker war eindeutig. DFB-Vize Dr. Rainer Koch aus Bayern hat die Politik ausgefordert, die Rahmenbedingungen fürs Ehrenamt deutlich zu verbessern und die hohen Hürden abzubauen“, so der 66-Jährige. „Und zwar so schnell wie möglich.“

„Das Thema Digitalisierung spielte natürlich ebenfalls ein dominierende Rolle“, erläutert Dohmann. Danach will der DFB die digtialen Medien noch besser und zielgerichteter einsetzen, sei es im Spielbetrieb, in der Trainerausbildung oder in der Talentförderung. „Den Vereinen sollen dabei Lösungen über die Verbände und Kreise an die Hand gegeben werden. Dabei geht es auch um eine zeitgemäße und moderne Darstellung der Vereine.“

Dohmann gewann den Eindruck, dass der DFB seine Rolle in Bezug auf die Amateure zunehmend als „Dienstleiter“ verstehe. „Auf dem Kongress wurden auch die Verbände und Kreise aufgefodert, sich zu bewegen und verstärkt Dienstleister für die Vereine zu sein.“ Insgesamt verspürte Dohmann eine „wohltuende Aufbruchstimmung. Es tut sich was. Jetzt beginnt die Arbeit vor Ort.“

Für den SC-Hauptgeschäftsführer waren die drei Tage in Kassel, wo auch DFB-Cheftrainer Jogi Löw auftrat, eine „klasse Sache mit vielen Anregungen“. Eine Begegnung erfreute ihn ganz besonders: Am zweiten Kongresstag durfte er während eines Vortrags neben DFB-Chef Reinhard Grindel sowie den Vizepräsidenten Peter Frymuth und Ronny Zimmermann Platz nehmen. Der Platz war ihm zugewiesen worden. „Natürlich wusste der DFB-Chef wo Arnsberg bzw. Neheim liegt. Im Herbst habe er einen Termin in der Nachbarschaft - sprich das 100-jährige Jubiläum des SV Herdringen - hat Reinhard Grindel erzählt. Er war bestens vorbereitet. Das hat mich schon beeindruckt.“

Über zwei weitere und zwar „mediale“ Dinge freut sich Dohmann ebenfalls: In der fünfminütigen Zusammenfassung des Kongresses im DFB-TV ist der Neheimer ebenfalls vertreten. Und zwar mit seinem Eingangstatement zu Beginn des Kongresses. Da hatte er seine Erwatungen zusammenfassend so forumiert: „Ich erhoffe mir Antworten auf die drängenden Probleme der Amateurvereine.“ Auch in dem abschließenden Beitrag des FLVW, der auch im DFB-TV zu sehen ist, erscheint Dohmann mit u. a. drei Kernsätzen: „Ich hoffe, dass viel umgesetzt wird und an der Basis ankommmt. Es herrschte eine positive Grundstimmung an allen drei Tagen. Eine Anregung: Vielleicht könnte man beim kommenden Kongress auf den einen oder anderen wissenschaftlichen Beitrag verzichten und stattdessen positive Beispiele aus der Vereinsarbeit zeigen.“

Das war der 3. Amateurfußball-Kongress video 

https://tv.dfb.de/video/das-war-der-3-amateurfussball-kongress/24515/

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